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Zwei Dachdecker von BR-Bedachungen winken vom First eines sanierten Altbaus in Stuttgart

Reparieren oder
sanieren?

Ratgeber für Hausbesitzer

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Reparieren oder sanieren?

Nicht jedes Dach mit einem kaputten Ziegel muss neu. Aber irgendwann kostet das Flicken mehr, als es bringt. Hier lesen Sie, wie Sie den Zustand Ihres Dachs selbst einschätzen und ab wann Sanieren die bessere Rechnung ist.

Selbst nachsehen

Zwei Blicke, die viel verraten

Aufs Dach steigen müssen Sie dafür nicht, und bitte tun Sie es auch nicht. Eine Taschenlampe und ein Fernglas oder der Zoom Ihres Handys reichen.

Vom Dachboden aus

Am besten nach einem kräftigen Regen

  • Sie sehen von innen direkt auf die Ziegel. Dann fehlt eine Unterdeckung, die Wasser ableitet, wenn ein Ziegel bricht oder Flugschnee eindringt.
  • Am Holz von Lattung oder Sparren zeigen sich dunkle Ränder oder Flecken. Wasser kommt durch, auch wenn es in den Räumen noch nicht tropft.
  • Die Bahn unter den Ziegeln ist eingerissen oder zerfällt, wenn man sie berührt.
  • Zwischen den Sparren liegt nur eine dünne, zusammengesackte oder feuchte Dämmung, oder gar keine.

Von der Straße aus

Mit Fernglas oder dem Zoom Ihres Handys

  • Einzelne Ziegel sind verrutscht, gebrochen oder fehlen, oft am First und an den Rändern.
  • Die Dachfläche wirkt wellig oder hängt zwischen den Sparren durch.
  • Ziegel sind an der Oberfläche abgeplatzt oder bleiben nach dem Regen lange dunkel.
  • Mörtel am First löst sich, Bleche am Kamin stehen ab, Rinnen tropfen an den Verbindungen.

Ein einzelner Punkt heißt noch nicht viel. Finden Sie mehrere davon oder dieselben an vielen Stellen, lohnt sich ein genauer Blick vom Fachbetrieb.

Ohne Leiter aufs Dach schauen

Mit der Drohne sehen wir jede Dachfläche aus der Nähe, auch dort, wo vom Garten aus nichts zu erkennen ist. Die Inspektion können Sie auch einzeln buchen.

Zur Drohnen-Inspektion

Abwägen

Wann Flicken reicht und wann nicht

Auf das Alter allein kommt es nicht an. Entscheidend ist, ob der Schaden an einer Stelle sitzt oder ob das ganze Dach müde ist.

Eine Reparatur reicht, wenn …

  • der Schaden an einer Stelle sitzt, etwa nach einem Sturm.
  • unter den Ziegeln eine intakte Bahn liegt und das Holz trocken ist.
  • die Ziegel ringsum fest sitzen und keine Abplatzungen zeigen.
  • Dämmung und Heizkosten für Sie in Ordnung sind.

Eine Sanierung lohnt sich, wenn …

  • Schäden an mehreren Stellen auftauchen oder jedes Jahr wiederkommen.
  • unter den Ziegeln keine Bahn liegt oder sie verbraucht ist.
  • das Dachgeschoss im Winter auskühlt und im Sommer aufheizt.
  • Lattung oder Sparren schon Feuchtigkeit abbekommen haben.
  • ohnehin eine Solaranlage oder eine neue Heizung geplant ist.

Hält Ihr Dach noch Jahre, erfahren Sie das bei der Besichtigung. Einzelne Reparaturen übernehmen wir allerdings nicht, wir sind auf komplette Sanierungen spezialisiert. Was passiert, wenn ein kleiner Schaden zu lange liegen bleibt, zeigt unser Kostenrechner.

Gesetz, Förderung, Versicherung

Was außer dem Zustand mitentscheidet

Neben dem Dach selbst spielen Regeln eine Rolle, die viele erst bei der Planung kennenlernen. Sie können eine Reparatur teurer oder eine Sanierung leichter machen.

  • Dämmpflicht ab einem Zehntel

    Wird mehr als ein Zehntel der Dachflächen samt Lattung neu gedeckt, muss die erneuerte Fläche nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz) gedämmt werden. Aus einer großen Reparatur wird so schnell eine Dämmmaßnahme.

    Wann gedämmt werden muss
  • PV-Pflicht nur bei der Sanierung

    Eine Reparatur löst in Baden-Württemberg keine Solarpflicht aus. Wird das Dach grundlegend saniert, in der Regel schon. Wer ohnehin eine Anlage möchte, baut sie dann im selben Zug.

    Mehr zur PV-Pflicht
  • Gefördert wird das Energiesparen

    Für die Dämmung und für besonders gut dämmende neue Dachfenster gibt es 15 % Zuschuss vom BAFA oder alternativ den Steuerbonus. Eine reine Reparatur wird nicht gefördert, dafür können Sie nur einen Teil der Arbeitskosten als Handwerkerleistung von der Steuer abziehen.

    Zur Förderung
  • Die Versicherung zahlt Schäden, kein Alter

    Sturm ab Windstärke 8 und Hagel übernimmt in der Regel die Wohngebäudeversicherung, Verschleiß nicht. Melden Sie einen Sturmschaden umgehend und machen Sie Fotos, bevor etwas repariert wird.

    Mehr dazu in den Fragen

Der richtige Zeitpunkt

Anlässe, das Dach gleich mitzumachen

Manchmal hält das Dach noch, und es gibt trotzdem gute Gründe, es jetzt anzugehen.

  1. 01

    Eine neue Heizung steht an

    Ein gedämmtes Dach senkt den Wärmebedarf des Hauses. Eine Wärmepumpe kann dann kleiner ausfallen und arbeitet sparsamer. Deshalb lohnt es sich, zuerst über das Dach nachzudenken.

  2. 02

    Eine Solaranlage ist geplant

    Module auf einem alten Dach müssen bei der späteren Sanierung ab- und wieder aufgebaut werden. Wer saniert und die Anlage im selben Zug montiert, bezahlt das Gerüst nur einmal.

  3. 03

    Das Haus hat neue Eigentümer

    Wer ein älteres Haus kauft oder erbt, muss die oberste Geschossdecke in der Regel innerhalb von zwei Jahren dämmen, wenn sie den Mindestwärmeschutz nicht erfüllt. Ein gedämmtes Dach erfüllt die Pflicht ebenso.

Mit BR-Bedachungen

Dachdecker und Energieberater in einem Termin

Zur kostenlosen Besichtigung kommen wir in der Regel innerhalb einer Woche. Unser Meister ist zugleich BAFA-gelisteter Energieberater und sieht sich Ihr Dach deshalb mit beiden Augen an: auf den Zustand und auf die Zahlen.

Luftaufnahme eines sanierten Mehrfamilienhausdachs mit Gauben in Stuttgart
  • Als Dachdecker

    Eindeckung, Unterdeckung, Lattung und Sparren, vom Dachboden aus und von außen, auf Wunsch auch per Drohne.

  • Als Energieberater

    Ob die Dämmpflicht greift, ob eine Solaranlage Pflicht wird und welche Förderung Ihnen zusteht.

  • Ihr Ergebnis

    Hält das Dach noch, hören Sie das. Lohnt sich die Sanierung, haben Sie drei Tage später ein Festpreisangebot mit jeder Position einzeln.

Fragen & Antworten

Fragen zu Reparatur und Sanierung

Quellen: § 36 Gebäudemodernisierungsgesetz, § 35 Gebäudemodernisierungsgesetz. Stand Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr, sie ersetzen keine Rechts- oder Versicherungsberatung.

Nach wie vielen Jahren sollte man das Dach erneuern?

Nicht nach dem Kalender, sondern nach dem Zustand. Viele Dächer aus den 1960er und 1970er Jahren sind heute noch dicht, aber kaum gedämmt und oft ohne Unterdeckung. Ab einem Alter von rund 40 Jahren lohnt sich ein prüfender Blick, bei Schäden früher. Dann zeigt sich, ob das Dach noch zehn Jahre hält oder ob sich die Sanierung jetzt rechnet.

Muss ich bei einer Reparatur dämmen?

Nein, solange höchstens ein Zehntel der Dachflächen erneuert wird. Wird mehr neu gedeckt, samt Lattung, gelten für die erneuerte Fläche die Dämmwerte des Gebäudemodernisierungsgesetzes. Die Pflicht entfällt, wenn der Dachboden unbeheizt und die Decke darunter gedämmt ist.

Kann man nur eine Dachseite neu decken?

Ja, etwa wenn die Wetterseite deutlich stärker verwittert ist als die andere. Für die erneuerte Seite gelten dann die Dämmvorgaben und je nach Umfang auch die PV-Pflicht. Weil Gerüst und Baustelle ohnehin eingerichtet werden, rechnen wir Ihnen gern beide Varianten durch.

Zahlt die Versicherung ein neues Dach?

Nur für einen versicherten Schaden, etwa durch Sturm ab Windstärke 8 oder Hagel. Dann ersetzt die Wohngebäudeversicherung, was der Sturm beschädigt hat. Ist das Dach einfach alt, zahlt sie nicht. Was genau versichert ist, steht in Ihrem Vertrag.

Kann ich die Sanierung noch ein paar Jahre aufschieben?

Wenn das Dach dicht ist und darunter alles trocken bleibt, oft ja. Sehen Sie dann regelmäßig vom Dachboden aus nach, vor allem nach Stürmen und Starkregen. Teuer wird es, wenn Wasser unbemerkt in Lattung und Dämmung zieht.

Kontakt

Drei Wege zu uns.

Ein Angebot, ein kurzer Rückruf oder erst einmal ein paar Fotos: Jede Anfrage beantworten wir persönlich.

Erreichbar Mo–Sa 8:00–18:00 Uhr

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